Die schönsten Komödien, Dramen und Lesungen
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26.09.2026
Viel Lärm um Nichts
- Bürgerhaus Unterföhring
„… denn der Mensch ist ein schwindliges Geschöpf“
Benedikt, Fünfter Aufzug, Vierte Szene
Meisterhaft balanciert Shakespeare in dieser populären Komödie zwischen brillantem Wortwitz und großen Gefühlen: In einem schillernden Netz von Irrungen und Wirrungen der Liebe stellt er zentrale Fragen an unser Zusammenleben und an die Herausforderungen von Beziehungen
überhaupt.
Im Mittelpunkt steht eine Wette: Werden Benedikt und Beatrice, die sich seit Jahren in Scharmützeln und Wortgefechten bekriegen, am Ende als Liebespaar die Bühne verlassen? Geschickt gestreute Gerüchte reichen, um sicher geglaubte Meinungen ins Wanken zu bringen. „Fake-News“ entwickeln schnell ihre eigene Dynamik – 400 Jahre nach Shakespeare eine aktuelle Erkenntnis. Und immer wieder die Liebe! Immer wieder die Unmöglichkeit! Was ist das, die Liebe? Ein Gefühl? Eine Projektion? Ein Erkennen im anderen? Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang ist die Liebe allemal. Welchen Sinn macht es, sein Leben auf ein solch unbeständiges Gefühl zu setzen?
28.11.2026
Mayas Kontra
- Bürgerhaus Unterföhring
„Eine Komödie, die mit Spannung und Sprachwitz punktet: Mayas Kontra
trifft den Nerv des Publikums“ Mindener Tagblatt
Die 23-jährige Maya hat Großes vor: Frisch eingebürgert, hoch motiviert und Mitglied einer liberal-progressiven Partei, will sie in der Politik durchstarten. Allerdings hat ihr niemand gesagt, dass man dort eher Geduld als Ideale braucht, dazu eine gute Portion Ellenbogenmentalität und vor allem rhetorische Brillanz. Und gerade die Fähigkeit, ihre Stimme frei und ohne Selbstzweifel zu erheben, hat sie noch nicht entwickelt …
Dieses Manko scheint ausgerechnet Dr. Christian Stahl zu triggern, ein politisches Schwergewicht der gegnerischen Partei. Er wird Maya gegenüber ausfällig – was gefilmt wird und im Internet viral geht. Damit steht Stahl am modernen Pranger. Um den Schaden zu begrenzen, wird er von seiner Parteispitze genötigt, Maya als Rhetorik- und PR-Coach zu betreuen. Erstaunlicherweise wird aus anfänglicher Feindseligkeit eine herrlich schräge Beziehung, irgendwo zwischen Provokation, Traumaverarbeitung und Schopenhauer.
15.01.2027
Im Westen nichts Neues
- Bürgerhaus Unterföhring
„Das richtige Stück zur richtigen Zeit: Wo Menschenleben
den Preis für einen Sieg bezahlen, kann es keine Gewinner geben“
Neue Westfälische
1914: Der 19-jährige Paul Bäumer und seine Klassenkameraden haben das Abitur in der Tasche und melden sich, angestachelt von ihrem Klassenlehrer, mit Begeisterung zum Dienst im Ersten Weltkrieg. Vier Jahre überlebt Paul im ständigen Angesicht des Todes. Alles scheint ein gutes Ende zu nehmen, doch das Schicksal hat einen anderen Plan. Paul Bäumer fällt im Oktober 1918 – an einem Tag, der so ruhig und still war an der ganzen Front, dass der Heeresbericht sich auf den Satz „Im Westen nichts Neues“ beschränkt.
Sein nach dieser Meldung benannter Roman machte Erich Maria Remarque 1928 schlagartig berühmt. In der eindringlichen Inszenierung des a.gon Theaters wird schonungslos dargestellt, wie blutjunge Männer dem Kriegsalltag ausgesetzt sind, im traumatischen Wechsel zwischen untätiger Langeweile und tödlichem Gefecht, zwischen patriotischem Heldenmythos und Einsamkeit, zwischen Sprachlosigkeit in der Heimat und Kameradschaft im Feld.
21.02.2027
FAUST. Eine Tragödie
- Bürgerhaus Unterföhring
„Es irrt der Mensch, so lang er strebt“
Unstillbarer Ehrgeiz treibt den Wissenschaftler und Arzt Dr. Heinrich Faust zu einem Pakt mit dem Teufel. Ruhelos giert der hochmütige Forscher nach Erkenntnis und Wissen, nichts kann seinen schmerzhaften Drang stillen und ihm Zufriedenheit, Heimat oder gar Glück bieten. Undso lässt er sich auf einen „höllischen“ Trip durchs Universum in Begleitung des Teufels Mephisto ein.
Von einem Vergnügen jagen sie zum nächsten; rücksichtslos nehmen sie sich, was sie wollen. Doch unvermittelt bietet sich Faust eine Chance auf wahres Glück, die selbst der Teufel nicht vorhergesehen hat. Sie taucht auf in Gestalt der jungen Margarete, die sich heftig in ihn verliebt. Es beginnt ein verzweifeltes Ringen um das Herz- und Seelenheil des Menschen.
Goethes Meisterwerk erreicht als brillantes Menschheits- und Gesellschaftsdrama jede Generation.